zv. Buch. Ludwig der Vierzehnte. 649
Städte Galloway und Limmerik, wodurch auch der irländische Krieg geendiget wurde. Funfzehntam rüg,,send Jrländcr, die fast alle Soldaten waren, flüchteten, einer Kapitulation zu Folge, nach Krank-^sich, und leisteten diesem Staate in den folgenden Kriegen gute Dienste. Dies war auch der einzigeVortheil, den Frankreich aus seinem Jakob vem Zwecken geleisteten Beystände zog.
. Der Feldzug in Teutschland war für die Franzosen glücklicher, obgleich Nicht wichtig.
Der Kurfürst von Sachse,» hatte diesmal den Oberbefehl über dre Teutschen, indem der Kurfürstvon Bauern beschäftiget war, dem Herzog von Savoycn eine Armee zuzuführen. Die französischeännee stand noch unter dem Marschall von Lorges, und suchte sich Anfangs der Stadt Mamzdurch Verrätherey zu bemeistern: als aber der Anschlag entdeckt wurde, nahm sie Alsheim weg, undwendete sich nach Creutznach. Der Kurfürst von Sachsen aber, der ohnweit Maimheim über den^U)ein gegangen war, wurde von den Franzosen, die bey Philippsburg über eben diesen Kluß sitzten,
Und durch die Krankheiten seiner Armee zur Rückkehr gezwungen, welches aber so geschwind mcht ge-Aehen konnte, daß die Franzosen sich nicht vorher der Stadt Pforzheim bemächtigt hatten. LueseEroberung gab ihnen Gelegenheit, Würtemberg zu brandschatzen; dabey thaten sie noch einige Strenkweyen ins Lüttichische und beschlossen damit den teutschen Feldzug.
Der Herzog von NoaiUcs, der immer noch in Katalonien Anführer der Franzosen war,schickte im Julius einen Theil seiner Armee nach Cerdagne, um Urgel zu belagern, welcher Platz nachocht Tagen erobert wurde. Der König von Spanien schickte hierauf dem Herzog von Meoina St-donia, Befehlshabern der spanischen Truppen in dieser Gegend, eine beträchtliche Verstärkung zu:über nachdem er angerückt war, um Prato Melo anzugreifen, liefen seine meisten Soldaten davon.
Zur See hatten die Spanier auch nicht mehr Glück, als zu Lande. Denn sie konnten den Marschallvon Errees nicht hindern, Barcelona und Alicante zu bombardiren, wodurch beyden Städten grosserSchade zugefügt wurde d).
Am wichtigsten war in diesem Jahr der Krieg in Pienwnt. An dessen Endigung war demfranzösischen Hof viel gelegen, um die Gränzen des Delphinacs und der Provence sicher zu stellen;und die Bundsgenossen silhen ihn gleichfalls für sehr erheblich an. Deswegen unterstützten Englandund Holland den Herzog von Savopen mit ansehnlichen Summen, und ermunterten das HausOestreich zu einer nachdrücklichen Hülfe. Der Marschall von Latingt, der den vorigen Feldzug inItalien so rühmlich geendiget hatte, setzte den Krieg unermüdet fort. Er erschien früh im Felde, undnahm Villafranca und die Festung Montauban und S. Auspicio weg. Nizza selbst gicng durch Ver- Am e6. Marigleich an ihn über. Das Schloß wehrte sich zwar noch einige Tage, wurde aber so heftig angegrif-fen, daß es sich auch bald ergab. Gleich nach dieser Eroberung begab sich Prinz Eugen nach Wien, Am Apr.um eine Verstärkung zu suchen, und der Herzog selbst reiste in gleicher Absicht nach Mayland. Aber derKaiser Leopold und der König von Spanien bewiesen auch hicrbey ihre gewöhnliche Langsamkeit,iumal der erste, der sich auch in Teutschland auf seine Bundsgenossen, die teutschen Fürsten, verließ,
Und unterdes durch den tapfern Prinz Ludwig von Baden die Türken in Ungern in die Enge trieb.
Carmat eroberte inzwischen einen Ort nach dem andern, besonders Villana und Carmagnola. Eng-land und Holland schickten einige erfahrne Officiere nach Pienwnt, unter denen der Herzog vonSchombercz ein Sohn des in Irland gebliebenen Herzogs, der vornehmste war. Dieser fand beyseiner Ankunft zu Turin die Sachen des Herzogs von Savoyen in hoffnungslosen Umständen. ConiHürde von dem Marquis von Feuquicrc belagert; la Hoguene hatte die Zugänge nach dem Thätev°n Absta beseht, wodurch ihm der Weg nach Vercelli und in das Maylandische gebahnt war; TurinHürde mit einem Bombardement bedrohet, und der Hof war schon nach Vercelli geflohen. DerHerzog aber stand mit seiner kleinen Armee hinter der Höhe von Montcallier, ohne etwas zu unter-nehmen. Aber Scbombergs Ankunft brachte ihn wieder in Bewegung, indem er ihm riech, denGeneral Latinac anzugreifen und Coni mit Verrath zu versehen. ^ Das letztere ward von dem Prinszsu Eugen unternommen, der auf dem Zuge dahin so sehr verstärkt wurde, daß die Franzosen dieBelagerung eilfertig aufhoben und sogar einiges Geschütz und Kriegsbedürfnisse zurückließen. Hierauf^'ließ auch laHoauette das Thal von Aosta, und Latinac, der bey Carignan stand, gieng nach Villa
Nova
»d) ^,1 O»c -ie PA/.i>r l- c. D i. p. 195 - 216. p.-4g tgq. p, - ;-6.
^-e«co,,,k r. 2 .p. izo snq. DP. 418 - 4Z5- 1. 4 . p-;»6 - 5Z4- 1. S. pgz. 122 -
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