Vorrede.
diese Bücher allbereits besitzen würden. Was Wareihnen nun damit gedient gewesen, wenn sie einer-ley Sache zweymal bekämen? Ob sich aber dieses nichtdennoch auf eine andere Art zutragen könne, daranwill ich eben nicht zweifeln. Sie können wohl Samm-lungen besitzen, in denen schon einige von gegenwärti-gen Gedichten befindlich sind. Wie man aber diesenSammlern kein Recht über eines andern Eigenthumgegeben: So wird man sichs auch nicht verdrießen las-sen,wenn man dasjenige hier ebenfalls antrifft,warumman vielleicht jener ganze Sammlung ehemals gekau-«fet hat. Doch darfniemand besorgen, daß er hier nurlauter Gedichte erhalte, die bereits einzeln gedrucktworden. Ein einziger Anblick wird ihm so gleich dasGegentheil zeigen. Der vertraute Umgang, dessen ichvon dem Herrn Verfasser gewürdiget werde, hat michin den Stand gesetzt,daß ich viele Stücke mit einrückenkönnen, die mir sonst wohl nicht zu Gesichte gekommenwaren. Darunter rechne ich vornehmlich diejenigen,welche er feiner weisen Kulmus zu Ehren aufgesetzthat, und ich mir besonders von ihm ausgebethen habe.Ich wollte nur wünschen,daß ich einige Antworten vonihrer gelehrten Feder zugleich beysetzen können: Ichweis, man würde mir doppelt verbunden dafür seyn,und auch aus diesen Proben einiger maßen erkennen,daß die Liebe wohl nicht zu viel von ihr gerühmet habe.Unter den Oder, findet sich am 8i Blatte eine einzige,die nicht ganz ausgearbeitet worden. Sie gerietst mirungefähr in die Hände; und weil ich Ursache zu zwei«feln hatte, daß sie jemals ganz fertig werden dürfte'So trug ich kein Bedenken, den schon ziemlich starkenAnfang,weil er mir gefiel,hiefelbst mit aufzubewahren.