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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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Vorrede.

ti, ches Ansehn, daß er schon vor langer Zeit müsse seyn)- aufgesetzt worden. Du wirst mit mir wünschen, daß

ie er solches zu Stande bringen möge. Allein da seine

e. Geschaffte immer mehr und mehr zunehmen: So ists daran nicht einmal Mehr zu gedenken. Damit du aber:r wissen mögest wovon es gehandelt, und wie es werden

H sollen: So will ich dir den Anfang hersetzen, und da-r« mit meine Vorrede ausschmücken.

ld Ich melde durch dieß Lied den harten Bücherkrieg,

s Wo Thorheit und Vernunft um Oberhand und Sieg2 Mit aller Macht gekämpft: Nachdem in deutschen landene- Der edelste Geschmack von neuem auferstanden;r- Der den verlachten Wust der Barden abgeschafft,st Und toller Schriften Schwärm, mit unbesiegter Kraft,

Zu Schimpfu.Spott gemacht. Ihr Musen! helft mir singen,!s Und dieser Zeiten Lob der spaten Nachwelt bringen,el In Meistens Grenzen liegt die drey beströmte Stadt,

l. Wo Phöbus seinen Sitz seit grauen Jahren hat;

>1, Wo Pallas und Mercur sich zeitig eingefunden,st Die Weisheit mit Verstand, mit Pracht und Lust verbunden,

e- Hier herrschte vor der Zeit der Dummheit Tyranney.

Die seufzende Vernunft war von der Barbareyl- Der wilden Vcneder zwar nicht durchaus ersticket,

U Doch tausend Jahre lang gewaltsam unterdrücket.

So gar der grosse Carl, der durch sein muthig Schwerdk§ Bis an die Eibe drang, der Sorben Sitz verheert,l- Hat zwar so manches Heer zu seiner Zeit gefallet.

Den Wust des Heidcnthums in Sachsen abgestellet;s) Doch durch der Zeiten Schuld den alten Unverstand,

st So wie das grobe Volk, aus Meisten nicht verbannt,

st Auch machten sich nach ihm die ungelehrtcn Pfaffeni- Vlit frommer Thorheit mehr, als Geist und Witz, zu schaffen;

ö b 5 Bis