Vorrede.
und Oden für gleichgültig hält: Aber ich glaube dochauch,daß man einigen Unterschied darunter beobachtensolle und könne, wie man denn schon den Namen, Ge-sang, nach italiänischer und französischer Art, ganzenBüchern von langen Versen, z. E. in Heldengedichten,beylegt, wofür man wohl nicht füglich ein Lied oder ei»nc Ooe jagen dürfte. Es fallt mir itztzu weitläuftig,solches weiter auszuführen.
Die andere Abtheilung, die ich zur Vergeltung derweggebliebenen Titel gebe, ist der Übersetzungen undNachahmungen. Was du darinnen finden wirst, willich dir nicht erst vorerzählen. Nur von denen Stücken,die ohne Reime sind, kaust du merken, daß sie ebensoviel Zeilen u.Sylben haben, als ihre Originale. Sonstkönnen von den Vortheilen solcher Übersetzungen un-sere Beyträge im andern Bande, am 152 Blatte, nach-gelesen werden. Die beygefügten Nachahmungensind in gewissen Verstände nichts anders, als freyettebersetzungen, da man die Umstände mit-solchen ver-ändert, die sich auf unsere Zeit, unsere Sitten und un-ser Land schicken, sonst aber die Art und Weise der Ein-kleidung und die Gedanken des Originals beybehält.
Mehr habe ich itzt zu erinnern nicht nöthig. Solltensich einige Druckfehler finden: <^o wollen wir fran-zösisch thun, und sie von beyden Seiten nicht an-merken. Uebrigens laß dir, geneigter Leser! meinUnternehmen gefallen, und behalte nur deine Gewo-genheit vor, damit ich nicht abgeschreckt werde, dir mitder Zeit durch etwas eigenes zu dienen, und mich wei-ter vor dir sehen zu lassen.
A H: A