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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
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Vorrede.

Diesen Abgang aber hoffe ich durch ein Paar an-dere Abtheilungen ersetzt zu haben. Die erste ist voneiner ganz neuen Art, und ihre Benennung noch zurZeit bey keinem unserer Dichter zu finden, ungeach-tet so wohl das Wort/ als die Gattung vonGedich-ten, denen ich es beygelegt, alt und gewöhnlich sind.Ich werde also davon etwas sagen müssen. Gleichhinter den Oden steht der Titel, Gesänge. Mit die-sem Namen habe ich diejenigen Verse belegt, die ihreordentliche Strophen haben, und aus langem Zeilenbestehen, als die gewöhnlichen Oder). Ihr inneresWesen naht sich denselben etwas; und man kan dieRegeln ebenfalls bey ihnen anwenden, die von derOde gegeben werden: Jedoch müssen sie eine etwasmehr gemäßigte Schreibart beobachten, als jene.Wenn sie alle eine so kurze Zeile mit unterlaufen hät-ten, wie der dritte Gesang: So würden sie eben dasseyn, was bey dem Horaz die Epoden sind; als wel-che eben von der kurzen Zeile bey den langen diesenNamen bekommen haben. Wir können sie aberfüg-licher, wie die regulären Stanzen der Franzosen, beyUns ansehen; weil wir doch sonst keine Art haben, diessan an deren statt gebrauchen kan. Sie haben auchEine grosse Gleichheit mit der Jtaliäner achtzeiligtenNeimen, (ottave riwe) worinnen Tasso, Ariosto /Narino u. a. ihre lange Gedichte abgefaßt haben,Mw deren jedes Buch sie Simo benennen. Dieses hat!^ich zuerst auf den Einfall geleitet, ihnen den Namen,Gesänge,zuzueignen: Zumal ich keinen finden konnte^bk sich besser für sie geschickt hätte; und sie sich auch«u keiner andern Gattung recht wollten ziehen lassen,weis wohl, daß man dieNamen, Gesänge, Lieder

und