Erste Ode. 5
Wer thuts, als Carl, der beste Käyser,
Das SchuHgestirn der deutschen Welt?
Der Janus dieser Zeit, der lieber Palmenreiser,
Als Schild und Spieß in Handen hält.
Ja Carl! Dein himmlisches GemütheSchenkt iHt der Welt des Friedens jüste Frucht.
Wenn hat dein Vatersinn nicht Deutschlands Heil gesucht?Wie »»erschöpft ist deine Güte!
Was hat dein weiser Geist nicht eifrigst unternommen,Zu dem erwünschten Zweck zu kommen?
Wir denken noch, o Herr! der Zeiten,
Als Gott und Recht dein Haupt gekrönt.
Da hat dein Heldenarm sich zwar zu tapferm Streiten,Jedoch zur Herrschkunst mehr gewöhnt,ebenen sah.deine Thaten,
Zwar voller Lust, doch mit Erstaunen an;
Es war fast um Bourbon und seine Macht gethan,
Weil dir so mancher Sieg gerathen:
Jedoch du wurdest kaum zum Käyserthron erhoben,bo sah man deiner Großmuth Proben.
Wie sonst, mit einem edlen Triebe,
Ein Adler Feind und Raub vergißt,
^ich schnell gen Himmel schwingt, dem er aus zarter Liebegeweiht und gänzlich eigen ist:zeigt sich das geliebte Feuer,
Sonnenball, von Dampf und Nebel bloß;
^ hebt er sich empor; läßt seine Beute los,
-"d schenkt sie dem besiegten Geyer.
Himmels schönstes Licht nach Herzenslust zu schauen,^ er den Raub dem Feind in Klauen.
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Sö