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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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Seite
15
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Andre Ode,

A Herr! ist dieses nicht zu viel ?

Du besserst selbst die Kunst zu kriegen,

Die jüngst durch dich das höchste ZielDer neuern Zeiten überstiegen:

Doch weckst du auch die Alten auf,

Die, wenn sie viel zu leisten meynen,Doch gegen dir, wie Kinder, scheinen:

So prächtig ist dein Heldenlauf!

So muß, was vormals groß geschienen.

Zu deines Ruhmes Schatten dienen»

86ie manchen Fürsten auch HomerBis an die Sternenburg erhoben:

So war doch keiner halb so sehr,

Als du, o König! itzt zu loben.

Denn sollte dich der Dichter sehn,

Er fänd in deinen HeldengabcnMehr grosses, als die Griechen haben.Mehr, als von Teuerern je geschehn:

Und würd an allen ihren SiegenSich ganz und gar nicht mehr vergnügen.

^n dir ist alles das vereint,

Was dort die Fürsten einzeln hatten:Denn was allda getrennt erscheint,

Muß sich in deinem Wesen gatten.

^lyssens Klugheit, Nestors Rath,

^nd Agamemnons grosse Werke,

Achilleus unerhörte Stärke,

Was Hector und Aeneas that,

^as hak man wieder Wunsch und Hossendir allein, Herr, angetroffen.