Andre Ode,
A Herr! ist dieses nicht zu viel ?
Du besserst selbst die Kunst zu kriegen,
Die jüngst durch dich das höchste ZielDer neuern Zeiten überstiegen:
Doch weckst du auch die Alten auf,
Die, wenn sie viel zu leisten meynen,Doch gegen dir, wie Kinder, scheinen:
So prächtig ist dein Heldenlauf!
So muß, was vormals groß geschienen.
Zu deines Ruhmes Schatten dienen»
86ie manchen Fürsten auch HomerBis an die Sternenburg erhoben:
So war doch keiner halb so sehr,
Als du, o König! itzt zu loben.
Denn sollte dich der Dichter sehn,
Er fänd in deinen HeldengabcnMehr grosses, als die Griechen haben.Mehr, als von Teuerern je geschehn:
Und würd an allen ihren SiegenSich ganz und gar nicht mehr vergnügen.
^n dir ist alles das vereint,
Was dort die Fürsten einzeln hatten:Denn was allda getrennt erscheint,
Muß sich in deinem Wesen gatten.
^lyssens Klugheit, Nestors Rath,
^nd Agamemnons grosse Werke,
Achilleus unerhörte Stärke,
Was Hector und Aeneas that,
^as hak man wieder Wunsch und Hossendir allein, Herr, angetroffen.