2 §
Der Oden erstes Buch.
Apollo stärket mein Gesicht,
Ich seh das Schicksal später Tage:
Wie Sachsens Rautenzweig, der neue Knospen bricht,Noch immer fester Wurzel schlage.
Sey froh! beglücktes Meißnerland!
Dein Glücke kan noH höher steigen:
Dein Haupt kan sich noch oft in Königskronen zeigen!Mehr macht mir Phöbus nicht bekannt:
Doch Friedrich Augusts Art, die Völker zu regieren.
Wird ewig seinen Samen zieren.
8aß uns in daurendem Metall,
§> Churfürst! deinen Vater sehen;
Und dieses Helden Bild, bis an der Erden Fall,
An deines Elbstroms Brücke stehen.
Dein Erbe stellt dich auch einmal,
In gleicher Pracht zu seiner Seiten;
Da wird dein Ruhm mit ihm noch um den Vorzug streite»/Und deiner Enkel edle Zahl,
Die beyder Thaten hört, und beyder gleiche Namen,Wird eifrig seyn, euch nachzuahmen.
'Du, strenge Wahrheit, laß dieß BlattIn deinem Tempel ewig währen;
Und was dein eigner Trieb ist mir gewirket hak.
Von keinem Unfall je verzehren.
Mem Mund ist kein erkaufter Mund,
Er hat nicht schmeichlerisch gesungen:
Der Held hat ihm kein Lob durch Wohlthun abgedrunge»?Ihr Musen, thuts der Nachwelt kund;
Und macht den Held August, das Wunder unsrer Zeiten,Zum Wunder später Ewigkeiten.
* * * IV.