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Achte Ode.
Au, höchstbekümmerter Gemahl!
Durchlauchtes Haupt, du Lust der Deinen! .
Wer steht nicht deiner Thränen Zahl?
26 er sieht dich nicht recht kläglich weinen?
Die treuste Gattin stirbt, dein halbes Herz erstarrt,
Dein Ehbett kehrt die Lust in Klagen,
^emilia, dein Schatz, dein Liebstes, wird verscharrt:
Vne solltest du nicht Leide tragen?
Sechs Jahre der verstoßnen Ehverschwanden dir, als so viel Stunden:
^ein Wunder! da du nie das WehDes Misvergnügens hast empfunden.
^>n jeder Tag war dir ein neues Hochzeitfest,
^ud schenkte dir ein neu Vergnügen;
Doch da dein Leben ißt so früh die Welt verläßt,scheint dich die Wehmuth zu besiegen.
Allein gewiß, so scheint es nur,
Dein grosser Geist weis sich zu fassen;
^nd kan die Ordnung der Natur,
Die das Verhangniß lenkt, nicht hassen.
Der weisen Vorsicht Schluß ist htzr dein Augenmerk,
Du kennst und ehrest ihre Wege;
Zu murren, wenn sie straft, das heißt ein Sclavenwerk,Doch Kinder danken auch für Schläge.
^ So, theures Promniß! edler Stamm,
Mußt auch du die Zähren stillen;
^ nicht, um ein geraubtes Lamm,
Die Gruft mit Zorn und Schelten füllen.
Der Tod ist anders nichts, als bloß des Höchsten Knecht;^ thut, was ihm der Herr gebothen.
?"er jenen nun verdammt, raubt diesem selbst sein Recht,^ lieht Gott minder, als die Todten.
C 4 Verlierst