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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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48
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48 Der Oden erstes Buch.

fürwahr, das stammt von besten Schlüssen,

Der unerforschlich ist und heißt,

Und dessen Fügung wir auch dann verehren müssen,Wenn sie uns in Verwundrung reißt. '

Das zeigen diese Myrtenreiser,

Daraus sie selbst hier Kränze macht;

Wer hätte sonst Bayreuths und Turns durchlauchte HäuserIn ein so nahes Band gebracht?

Erfreue dich des guten Glückes,

Belobter Prinz und Bräutigam!

Hier siehst du ja die Huld des himmlischen GeschickesFür deinen edlen Fürstenstamm.

Ist nicht die Braut an Ruhm und Ahnen,

An Gaben und Verdiensten reich?

Wer kennt nicht Brandenburgs ersochtne Siegesfahnen;Und wer kömmt seinen Helden gleich?

88er ehrt nicht unsers weisen PrinzenGerecht und frommes Fürstenherz?

Wo drückt durch seine Schuld die glücklichen ProvinzenEin Ungemach, ein herber Schmerz?

Ist doch durch seines Glaubens SegenDie Kirche selbst in Sicherheit,

Und selbst die Gottesfurcht blüht seines Beyspiels wegen,Wenn er die Brust dem Höchsten weiht.

geglücktes Land! Beglückte Städte!

Erkennt den Vorzug, der euch schmückt!

Wie? wenn der theure Fürst gleich andern Häuptern thäte,Die oft der Bürger Noth erqvickk.

Da würdet ihr die Last beklagen,

Zwar Unterthan, doch traurig seyn:

Doch ißo fühlt ihr nichts von dieser Völker Plagen,

Drum räumt ihm eure Herzen ein.