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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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Zwölfte Ode.

. §9?ein Churfürst, dieß hat dein Verstand,

Dein grosser Geist allein erfunden:

Ester hat deine Meisterhand

^>e Schönheit der Natur und jeder Kunst verbunden.

^ein Lustschloß ist der Jagd geweiht;

Doch deines Volkes Emsigkeit

seinen Fleiß und Wiß hier, überall gewiesen:

^r hat kein Künstler was versehn,dadurch ist es längst geschehn,alle den Geschmack, womit du baust, gepriesen.

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lAo bist du denn dem Vater gleich,

^r dir auch darum vorgegangen:s^nn Bauen macht den Bürger reich,

lockt die Fremden hin, wo solche Schlösser prangen,theurer Churfürst, fahre fort!

6 kostet dich ein einzig Wort,

E°>n Sachsen ganz und gar zum Wunderwerk zu machen,^llführe der Gebäude Pracht,

^ selbst dein Vater ausgedachk,v wird der Held in dir vor aller Welt erwachen.

^?an eilt zur Jagd; dein Rost ist stolz,

Herr, ins freye Feld zu tragen;

^ weites Garn umspannt das Holz,

will es Preis und Ruhm durch seinen Lauf erjagen.Waldhorn tönt, das Windspiel bellt,

^ Rohr geht los, das Wildpret fällt,

sinkt ein matter Hirsch ganz athemloö zur Erden.^Kurfürst l diese Heldenlustbillig deiner Fürstenbrust

^ beste Zeitvertreib, nach Müh und Sorgfalt, werden.

D 4 Dieß