Vierzehnde Ode.
Äbas seh ich? Was entzücket mich?
Was pranget mit so seltnem Schimmer?
Zeigt irgendwo Diana sichAn ihrem blauen Sternenzimmer?
Ists Pallas, oder Juno gar?
Jsts Venus, die so glücklich war,
Den Preis der Schönsten zu erlangen?
Die Fürstinn ists; ihr Sinnen, irrt!
Die mein beglückter Herzog wirdAls die erwählte Braut umfangen.
Arinzeßinn, Gothens schönster Schmuck!Willkommen hier in unsern Gränzen:
Nun sind wir schon beglückt genug, *
Indem wir sehn dein Auge glänzen.
Friednca! Deines Fürsten Lust,
Wir ehren dich mit treuer Brust,
Wir sind voll Eifer, dir zu dienen:
Ganz Weissenfels ist höchst erfreut.
Weil ihm in dir zu rechter ZeitDa§ schönste Glücksgcstirn erschienen.
<0 Fürstenxaar! Des Himmels Handbekröne dich mit Heil und Segen,
^nd wolle dir manch Liebespfanddie vergnügten Arme legen.
Dieß wünscht der Hof, das Land, die Stadt,^0 alles, was nur Augen hat,
"ür Freuden sie nnt Thränen netzet;
^d sich mit lüsterner Begierdeiner Fürstinn und an dir,
Durchlauchter Bräutigam, ergetzet.
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