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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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Der Öden erstes Buch.

Du, Herr, besiegest als ein Held,

Den eignen Schmerz, wie sonst die Feinde:So sehr der Krimmer dich entstellt,

So zärtlich liebst du Land und Freunde.

Du bist auch in der Trauer groß,

Verschmerzest diesen Hsrzenöstoß,

Und stehst vor Friedrich Augusts Heeren;Vergissest dein und deiner Lust,

Um uns, mit großmuthsvoller Brust,

Des Vaterlandes Dienst zu lehren.

Aoch neulich sah der WeichselstrandDich, theurer Herzog, in dem Waffen;

Da dämpftest du den Wiederstand,

Und wußtest Sachsen Recht zu schaffen.

So tapfer Rußlands Heer auch war,

So schwerlich hätte doch die SchaarDie feste Weichselstadt bezwungen:

Wenn du, o Prinz! und Sachsens MachtDen Feind nicht in die Flucht gebracht,

Ihm nicht die Schwerster abgedrungen.

Du kömmst mit Sieg gekrönt zurück,

Der Ruhm folgt dir auf allen Seiten:

Ganz Sachsen wünscht dir freudigst Glück,

Du eilst, noch ferner so zu streiten.

Doch lenkt die Sorgfalt für das LandDich auf ein neues Ehebaird:

Und o wie wohl ist es gelungen!

O Gotha, wie beglückt bist du!

Ganz Altenburg wünscht Glück dazu,

Und hat es schon vergnügt besungen. ^