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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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Funfzehnde Ode.

^Zch seh dein Heer, verwirrt und matt,

Geschwächt, verzagt die Flucht ergreifen;

Ich seh der Deutschen Schwerdt, das Lust zu metzeln hat,Den Schellenberg mit Körpern häufen.

Triumph! Eugen und Marlborough!

^ Paar, das nie ein Gegner schlug.

Du schlägst hier aufeinmal des ganzen Frankreichs Waffen;^nd schützest Deutschlands Monarchie,

Die der Tyrann, doch allzu früh,

thöricht war sein Stolz, bereit war abzuschaffen.

Ich seh! Doch wie? Seh ich auch recht?

-O nicht sein Feldherr selbst in Banden?ists! ein mindrer Sieg war uns allhier zu schlecht,wäre MavorS selbst vorhanden.

^ Tallard! lern in dieser SchlachtDie Löwenstärke deutscher Macht,

Die strenge Munterkeit der brittischen Schwadronen;

lehre deinen Pyrrhus nun,

^'"fort auf seinem Throne ruhn,

seiner Nachbarn Heil, so wie sein Volk zu schonen.

. ÄHohin von neuem? Nach Turin?

^ Prinz, mußt du denn ewig kriegen?

Dein Stahl wird niemals stumpf, kan stets zu Felde zichn,wo er schlägt, da muß er siegen,steilen Alpen ewig Ers^grössert deines Zuges Preis,

^ Felsen scheinm sich auf deinen Wink zu bücken:

überstieg doch Hannibal,

^ ^ solchen Lasten von Metall,

Eisen, Erzt und Bley, der Berge grauen Rücken.