Buch 
Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
Seite
87
JPEG-Download
 

87

Siebenzehnde Ode.

Ä)as siehst du doch in deinen Zimmern?siehst du, finstrer Vatican?h,ift eZ dir, daß tausend Lampen schimmern,

^ keine dich erleuchten kan?lange soll auf den Altärentrübe Licht der Kerzen wahren,aller Welt des Irrthums Leitstern war?mit dem verwünschten Scheine!

^ Wahrheit heitrer Stral alleine^treibt die Finsterniß und macht die Kirche klar.

.. dir, gepriesnes Sachsenkand !

^ssprmgt das Licht der reinen Lehre.

^ hast das Tocht des Glaubens angebrannt,sonst fast gar erloschen wäre.deinen Mauren, Wittenberg!

^steht das unerhörte Werk;

^ Tyber selbst erstaunt vor deiner Elbe.

^ Engelsburg erbebt vor dir;

Riegel bricht, es springt die Thür;b tvanket Grund und Dach und Pfeiler und Gewölbe.

^ ^en Tag jvll keine Zeit vergessen^

^ den, auf seinem Kayferthron>

^ ^ fünfte Carl im Fürstenrath gesessen,

Deutschlands loberfüllter Sohn.

^ holde Majestät der Blicke^spricht Germanien ein Glücke,

keiner gleicht, davon es sonst geblüht;

^ E'u zwiefachgrosser Kayser,

^ "ein er zwar auf Lorberreiser,

auf den Glauben auch mit heiterm Geiste sieht.

F 4

Ihr