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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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Sicbenzehnde Ode.

Ä)er kennt nicht Luthers Geist und Fetter,^lanchthons sanfte Lindigkeit ?beyderseits, bey diesem Ungeheuer,

Haupt gewagt, und nichs gescheut.

jener brannte, dieser dämpfte,eine löwenmüthig kämpfte,

^r andre stets auf Friedenspunkte sann:

.^r hatö so weislich angefangen,

Obacht, beschlossen und verhangen,

ein so wiedrig Paar dennoch zuleßt gewann?

. Äort trotzt ein fester Heldenmuth;

?dr bebt ein halbverzagter Glaube.

spottet man der ärgsten Feinde Wuth;

^ kriecht die Blödigkeit im Staube.

Eintracht sah der Zwietracht gleich,

^ störten beyde Babels Reich,

Ms durch Gewalt, theils durch ein kluges Weichen;^ selbst« Gott selbst hat das versehn;

^ dergestalt konnt es geschehn,

^ vorgesteckte Ziel der Schlüsse zu erreichen.

, Aein Mensch, so weit sein Witz auch langet,

^?3t hier mit seiner Vorsicht zu.

0 ) ^ trieb das Werk, damit itzt Zion pranget,höchste Weisheit! sonst als du?

^ Zausend wundervollen Werken,

^ leichtlich Hand und Kraft zu merken,

^ <ttle§ trieb, bedacht, erhielt und that.schämte Spötter! weicht zurücke,

zu schwach; drum kehrr die Blickeeurer Einfalt Trost, den eiteln Bilderstaat.

F 5 Fallt