Vierte Ode.
Aween Monden flössen kaum vorbey:So hörte man aus Dreßden sagen;
Daß Bünauö Redlichkeit und TreuEin höher Amt davon getragen;
Lind daß darauf dein Stern und GlückAuf die von ihm verlaßnen Stuffen,
Durch einen höchstgerechten Blick,
Dich, theurer Looß, hervor geruffen.
dieß war nun meiner Wünsche Ziel,Hier sollten meine Lieder klingen,
Hier sollte Mund und SeytenspielVon Philurenens Glücke singen;
Hier sollte mich der Musen HuldDre allerbesten Töne lehren,
Nach Vorschrift meiner Pflicht und Schuld,Ihr neues Haupt dadurch zu ehren.
ħie sehr ich Friedrich Augusts WahlAn Bünaus Beyspiel, jüngst gepriesen:Das wiederhohl ich noch einmal,
Ändern ers auch an dir erwiesen;
An dir, du wohlverdienter Looß,
Aue dem der Geist des Bruders blitzet;
Der selbst, auf seines Königs Schooß,
Än unverrückter Gnade sitzet.
die Musen um den Pleissenstrand^rehren noch die süssen Zeiten,dein begieriger Verstand^niüht war, Weisheit zu erbeuten.
sehen noch dein Emsigseyn,
^ die gelehrt verkürzten Nächte,
^ klar, als ob der Sterne Schein^ heute noch zurücke brächte.
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