Sechste Ode. n?
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VI. Ode.
^ey dem Hübsch u. Walterischen
tzochzeitfeste
inPforta den 14 November 1750.
3- f. N.
^as ungemeßne Liebesreichr» Erstreckt sich an der Erden Gränzen;
Sein Umfang ist dem Himmel gleich,
So weit die güldnen Lichter glänzen.
Das Grübeln menschlicher VernunftErgründet auch die Zahl der Sternen:
Doch kan sie der Verliebten Zunftkeine Ziffern schlieffen lernen.
Eo wenig man die Blätter zählt,
^ornit der Lenz die Zweige putzet,
^enn Flora sich ein Feld erwählt,
^0 sie mit tausend Blumen stutzet:
^0 schwer wird man in Amors StaatDie Zahl verliebter Seelen nennen,
Kayser, Unterthan, Soldat,ungestörten Flammen brennen.
Es brennt in Wahrheit Jung und Alt;
2 stehet Reich und Arm in Flammen.
Sclaven treibet die. Gewalt^r angenehmen Glut zusammen.
allergrausamste Barbar?vt kein grausam Herze spüren,
ENn ihn bey Cypripors Altar^ Schönheit zarte Funken rühren.
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