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Siebende Ode.
Aie Baare, so zur Seiten steht,
Wo sie voll Gram und Wehmuth sißet.
Hat ihr den linken Arm gestüßet,
Der ihr gesunknes Haupt erhöht.
Von weitem steht ein Leichenstein,
Der zeigt uns diese Zenknerworte:
Steh, Wanderer! An diesem OrteGrub man der Tugend Tochter ein.
Die Bornin wars! Nun geh und lerneVon ihr den Weg ins Reich der Sterne.
Sie regt das Haupt, und schlägt den FlorMit aufgeworfner Hand zurücke ;
Und trägt uns, mit bethräntem Blicke,
Die Ursach ihres Kummers vor.
Seht, heißt es, meiner Zähren Grund,
Seht dieses Grabes dunkle SchwelleIst itzo meines Jammers Qvelle:
Hier schlug der Tod mein Herze wund!
Allhier hab ich ein Haupt verlohren,
Das mir zur Freude war gebohren.
T8er hat die schöne MargarisAus Winklers Stamme nicht gepriesen;
Als ihre Jugend kaum gewiesen,
Was uns der Tod mit ihr entriß?
War nicht die erste Blüthe schon,
An sittsamtugendhaftem Wesen,
An Geist und Schönheit auserlesen?
2a, sprach sie nicht den Lastern Hohn,
Die nach der Zeit, bey reifern Jahren,
Noch grössern Haß von ihr erfahren?
H z Ach,