128 Der Oden andres Buch.
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VIII. Ode.
Bey dem
Ernest-und Nitschtschen
Hochzeitfeffe in Arnstadt,
den 2z Jenner 1731.
Zm Namen der Drüder des Bräutigams.
^ir sitzen noch um jenes Grab,
Und trocknen uns die Thränen ab,Die Strömen gleich hervor gedrungen;Seit dem die Macht der SterblichkeitDen Schmuck der Lehrer unsrer Zeit,
Den hochbegabten Ritsch, bezwungen.
Wir seufzen noch mit enger BrustUm jenen Schlag, den wir erlitten;
Um einen Mann, der stets mit LustFür Gott und Zions Heil gestritten.
Ach! heben wir voll Jammers an.So fiel der treue Gottesryann!
Hier liegt er in der Gruft verborgen!
Nun welkt das Herz, die Brust, der Mund,So stets in vollem Eifer stund,
Für seiner Heerde Wohl zu sorgen.
Der muntre Wächter schläft allhier,
O Gotha! der für dich gewachst,
Und dir, mit brennender Begier,
Die Bahn zum Himmel leicht gemacher.