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Achte Ode.
Au höchste Weisheit! darf man dich,Mit Ehrfurcht, und bescheidentlichUm deiner Schlüsse Grund befragen:
So zeig unö, warum deine HandUns dieses Haupt so bald entwandt?Warum du uns so hart geschlagen?
Wie mancher lebt, der itzo nochIn ungleich höhern Jahren grünet;
Und deiner wahren Kirche dochNicht halb so viel, als Nitsch, gedienet l
Allhier fallt Gotha selber ein,
Und läßt auf seinen LeichensteinViel ungezwungne Thränen fallen.
Indem dieß unser Auge sieht,
Vernimmt man schon ein frohes LiedAuf unsers Bruders Hochzeit schallen.
Ein zartes Reis aus NitschenS StainmVermählt sich mit verwandten Zweigen:Drum darf bey Braut und BräutigamSich unser Herz nicht traurig zeigen.
Pergieb nur, werthgeschähtes Paar,Daß unser Schmerz so lebhaft war,
'Da dieses Fest doch Lust begehret.
Der Kummer läßt so bald nicht nach.
Kein Wunder, daß der Thränenbachan die Myrtenreiser währet.
Doch da die Braut noch selbst das Leid^ ihren Vater nicht vergessen:ist auch uns die Traurigkeitals ein Fehler beyzumeffen.
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Wie?