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Der Oden andres Buch.
Awar einigen gelingt es auch,
In Pallas Heiiigthum zu blicken:
Doch ihrer Opfer dicker RauchScheint bald das Auge zu ersticken.
So viel man sieht und sehen kan.
So wenig ist es noch zu nennen;
Ein jeder seufzt: O könnte manDas andre gleichfalls recht erkennen!
Dieß ist der Philosophen Art,
Die auch auf ihre Schwachheit sehen;Und sich nicht bloß auf ihren Bart,
Und auf den Meistertitel blähen.Bescheidenheit ziert Kunst und Fleiß,
Und Demuth hebt sie zu den Sternen:Drum bleibts dabey: Wer etwas weis.Der suchet täglich mehr zu lernen.
Das zeigest du, gelehrter Freund,Da dich Minervens Lorber zieret:
Denn, wie aus deinem Thun erscheint,So hat kein Hochmuth dich verführet.Du nimmst den Lehrertitel zwax,;
Doch sieht man dich bescheiden bleiben,Und nicht, in der Pedanten Schaar,
Den Uebermuth aufs höchste treiben.
O fahre fort! Ich wünsche Glück!Der Himmel wird sein Amen sprechen.Bis durch sein gütiges Geschick,
Dein Lohn wird aus den Knospen brechen.Ich will es mit Vergnügen sehn,
Und, meine Freude zu bezeugen.Sowenig, als itzund geschehn,
Von deiner Tugend Ruhme schweigen.