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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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147
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Vierzehnde Ode.

Ä)o nicht, so wecke den Virgil,Der dich in beyden Künsten ehrte.

Den Rom von Helden singen hörte,Und dem die Heilungskunst gefiel,saß ihn ein sanftes SchäferliedAuf unsern Freund und Gönner dichten,Und das an unsrer statt verrichten,Warum wir uns umsonst bemüht:

So wird gewiß dieß Lied vor allen,

Die man ihm weiht, der Welt gefallen.

Oeht dieß nicht an, so mag MercurDen deutschen Flemming wiederbringen,Der ebenfalls, so wohl im Singen,

Als Heilen deine Huld erfuhr.

Die Pleisse selbst vergaß den Lauf,Wenn er vor hundert Jahren spielte:Die Elster, die sein Zaubern fühlte.Schwoll in den Ufern freudig auf.

§> sängen itzt doch unsre Zungen,

Wie er der Wolga vorgesungen !

Aan hieß nicht seyn, so laß zuletztNur Günthers Leyer wieder tönen,

Den gleichfalls unter deinen SöhnenDie Dicht- und Heilungskunst ergeht.Du warst in beyden ihm geneigt,

^ war zu reich an deinen Trieben:

^ - wär er länger hier geblieben.

Was hätt er hier für Lust bezeugt!

Wie würd er unsers Kulmus GabenDurch Kiel und Mund erhoben haben!

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Umsonst!