Funfzehnde Ode. rzr
^enn da ichs einst gewagt,
Und dir auch ungefragt.
Mit grosser List einmalEin halbes Mäulchen stahl:
Hilf Himmel! wie erhitztHast du auf mich geblitzt;
Und mir so sehr gedroht,
Als ob der ärgste TodNoch lange nicht zu schwer' Für meinen Fehler war.
Arum hab ich nach der Zeit,
Mit mehr Bescheidenheit,
Nur deiner schönen HandDie Küsse zugewandt.
Das liessest du zwar zu,
Doch meiner Seelen RuhWard dadurch nicht gestillt:
Obgleich dein EngelsbildMir, bis auf diesen Tag,
Noch stets im Sinne lag.
AAard mirs hernach erlaubt,
Was ich sonst nie geglaubt,
Zu sagen, Schäferinn!
Daß ich der Deine bin:
O was für HimmelslustCrgetzte meine Brust!
Allein, was half es mir?
Ich war entfernt von drr;
Drum konnte meine PeinNoch nicht gestillet seyn.
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Ost