Achtzehlide Ode.
ÄeS reinen Glaubens ersten ScheinHat Huß und Wicklef längst erblicket;
^nd war die Dämmerung gleich klein:
^o hat sie doch die Welt erqvicket.
Der Morgenröthe volles GlänzenHat Luthers Blick zuerst entdeckt:
^i§ sich auch in die fernsten GrenzenDer Schrift erwünschter Stral erstreckt.
Sie stralte stark, doch nicht so sehr,Als nach der Zeit ihr Licht entglommen:
Da die Erleuchtung mehr und mehrHn Zions Mauren zugenommen.
Aus alter Sprachen reichen Qvellen,
Durch die gestiegne Wissenschaft^ard ungezählten dunkeln Stellen^>n unverhofftes Licht verschafft.
IHelanchthon, dessen Witz und FleißGermanien noch dankbar ehret,
Hat uns zuerst, durch Müh und Schweiß,Der Künste Nuß und Frucht gelehrer.
^ wußte, daß des Glaubens SätzenDer Sieg noch eins so wohl gelingt,
^enn die Vernunft aus ihren SchätzenDie Waffen auf den Kampfplatz bringt.
Ä8ie schändlich hat nicht nach der ZeitD^ident und Rom mit seinen Schlüssen,
Der aufgeklärten Gründlichkeit
grossen Chemnitz weichen müssen!deutlich ward durch Gerhards Werkeie Glaubenslehre dargestellt;
welchen seines Wissens Stärkejeden Pfeiler festerhält.
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Museus,