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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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Achtzehlide Ode.

ÄeS reinen Glaubens ersten ScheinHat Huß und Wicklef längst erblicket;

^nd war die Dämmerung gleich klein:

^o hat sie doch die Welt erqvicket.

Der Morgenröthe volles GlänzenHat Luthers Blick zuerst entdeckt:

^i§ sich auch in die fernsten GrenzenDer Schrift erwünschter Stral erstreckt.

Sie stralte stark, doch nicht so sehr,Als nach der Zeit ihr Licht entglommen:

Da die Erleuchtung mehr und mehrHn Zions Mauren zugenommen.

Aus alter Sprachen reichen Qvellen,

Durch die gestiegne Wissenschaft^ard ungezählten dunkeln Stellen^>n unverhofftes Licht verschafft.

IHelanchthon, dessen Witz und FleißGermanien noch dankbar ehret,

Hat uns zuerst, durch Müh und Schweiß,Der Künste Nuß und Frucht gelehrer.

^ wußte, daß des Glaubens SätzenDer Sieg noch eins so wohl gelingt,

^enn die Vernunft aus ihren SchätzenDie Waffen auf den Kampfplatz bringt.

Ä8ie schändlich hat nicht nach der ZeitD^ident und Rom mit seinen Schlüssen,

Der aufgeklärten Gründlichkeit

grossen Chemnitz weichen müssen!deutlich ward durch Gerhards Werkeie Glaubenslehre dargestellt;

welchen seines Wissens Stärkejeden Pfeiler festerhält.

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Museus,