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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
Seite
168
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Der Oden andres Buch.

IHuseus, der das SaalathenDurch seiner Lehren Kraft erhoben,

Und den wir nie genug erhöhn,

Gab nachmals fast noch beßre Proben.'

Was hätte nicht an unsern LindenEin Olear für Nutz geschafft;

Wenn nicht der Tod dieß Licht der BlindenIm besten Schimmer weggerafft!

Äöo bleibt noch Ja nus, dessen KielDer Wahrheit manchen Dienst erwiesen;

Der jedem Leser wohlgefiel,

Und den man nie zu viel gepriesen?

Fand Zion nicht Vernunft ulid GlaubenAuch in Buddeens Brust vereint?

Doch beyde mußt ihr Morta rauben,

Und beyde hat sie sehr beweint.

jedoch getrost! des Glaubens PrachtDarf sich, Gott Lob! noch nicht verdunkeln!Jemehr Vernunft und Witz erwacht,

Je stärker hebt sie an zu funkeln.

Auf Dreßdens Leuchtern sieht man Lichter,

Die Wissenschaft und Schrift verklärt/

Und die der strengste SittenrichterIn keinem gründlicher begehrt. .

Prangt Helmstädk nicht mitMosheuiis^ ^Und seines reifen Urtheils Starke?

Denn alles, was man trefflich heißt.

Vereint sein Witz in jedem Werke.

Vernünftig, geistreich und belesen.

Erscheint er uns durch jedes Blatt,

Darauf ihm Svadens muntres WesenDen reinen Kiel geführet hat. ^ j