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Achtzehnde Ode.
herrlich fängt nicht aus Berlin,
Durch Reinbecks ungemeine Gaben,
Die Wahrheit an einher zu ziehn,
Die wir bisher verehret haben?
Hier sieht man sie mit neuen StralenDer Weisheit und Vernunft verstärkt;
Die man vorhin zu tausendmalenAn ihrem Schimmer nicht bemerkt.
Ach schweige Wagners tiefen Sinn,
Dem Stargard iht den Fleiß belohnet;
Mein Blick geräth nach Weimar hin,
Wo ColerS Geist und Feder wohnet.
Wo Colers hochberedte ZungeAuch Fürstenohren wohlgefällt,lind was ihr mündlich wohl gelunge,
Auch schriftlich oft ans Licht gestellt.
§9?an kennt dich schon, berühmter Mann!
Man kennt dich längst aus andern Schriften;
Doch diese neue Probe kanDir ganz allein ein Denkmahl stiften.
Hier sieht man des Erlösers LeidenMit »euen Farben abgemalt;
Darinn zu Zions Heil und Freuden,
Des Keltertreters Purpur stralt.
Oeist, Andacht, Witz und DeutlichkeitAnmuth herrscht in allen Zeilen.
Dieß Loh wird dir auch Feind und Neid,schwerlich er was rühmt, ertheilen.
Mas wird dir denn mein Urtheil nützen?
Mas forderst du mein Zeugniß noch?
^ein Ruhm kan sich schon selber schützen,
> "d schwieg ich gleich, so blieb er doch.
! L 5 XIX. Öde.