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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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171
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Neunzehnde Ode. ,71

sind sie doch- die schönen Zeiten,

Da mir der ------ -

Auch deinetwegen wohlgefiel,

Weil deine Blicke mich erfreuten ?

Die schön war um dein zehntes JahrSchon deiner Kindheit muntres Wesen?

Da hatt ich dich mir schon erlesen,

Als ich um deinen Vater war,

Und so viel Rath in seiner Hand,

Als Anmuth an dir selber fand.

Du wuchsest auf an Geist und Gliedern,

Und meine Liebe wuchs zugleich.

Ihr süssen Stunden, könnt ich euchDie unschuldsvolle Lust erwiedern!

Acht Jahre hatt ich sie gekannt,

Geliebt und inniglich verehret,

Als ich ihr keusches Ja gehöret,wodurch ihr Herz sich mir verband.

^ daß ein so beglückter TagDoch nicht zweymal erscheinen mag!

Doch wie vergeht sich Gram und Sehnen?^>e? weis ich nicht, daß unser Trieb^eun Jahre lang gleich zärtlich blieb?

Iht wirkt er mir die ersten Thränen,unsre Liebe nahm nicht ab.

Freud und Leid, in Lust und Plage^b uns der Ehstand heitre Tage;

?^ur ißt entseelt mich fast ihr Grab;ihr, seit dem sie Abschied nahm,

^3ch ich fast für Weh und Gram»

Nie