Vier und zwanzigste Ode.
. Awar steigt auch oft die HinterlistDurch Lügen, Heucheln und Verstellen;
^ie weis die Redlichkeit zu fällen,do lauter auch ihr Wandel ist.
^ie hebt sich durch Betrug und Tücke;
Die Tugend steht, und wundert sich,
^ud spricht: Wie sehr versiehst du dich,
2k deiner Gunst, du blindes Glücke!
Allein bevor es jemand denkt,sinkt Sejan von seinen Höhen:
Denn da kan niemand sicher stehen,
Der nicht sein Herz der Tugend schenkt.
Die Zeit entdeckt die faulen Ränke,
Wodurch die Bosheit sich erhöht;
^nd weil sie schrecklich untergeht,verlacht die Welt des Glücks Geschenke»Drum wohl dem! der der Fürsten GunstDurch nichts, als treue Dienste, suchet,
Der Ehrsucht Ränke stets verfluchet,
^nd aller Schmeichler Bettelkunst,brecht und ehrlich und getreu,
Das hebt empor und läßt nicht fallen:kurz, es macht beliebt bey allen,von des Glückeö*Wechsel frey.Beglücktes Sachsen, freue dich!
Dein weiser Hof dient zum Exempel:
Dle Tugend baut sich da den Tempel,
2^ alter Glanz erneuert sich.
D>e Weisheit herrscht auf deinem Throne;starb gleich neulich dein August:v lebt doch seine Götterbrustißt in dem erhöhten Sohne,
N
Kaum