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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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208
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208 Der Oden andres Buch.

vielleicht verstärken sich die Lieder,

Wenn ein so würdig Lob den matten Kiel belebt;Vielleicht, wenn dich mein Reim erhebt,

Schallt selbst der Helikon von meinen Tönen wieder«Die Musen Werdens leicht vergönnen,

Daß mich ein frischer Lorber krönt,

Weil sie nichts schöners fordern können,

Als daß ein Dichter sich an deinen Ruhm gewöhnt.

Dein redlich Herz, dein frommes Wesen,

Ist so, wie deine Kunst, das ist ganz ungemein;

Von jedem Stücke ganz allein

Soll billig einst die Welt ganz eigne Lieder lesen.

Auch die, der ich ganz eigen lebe,

Vereinigt ihren Kiel mit mir;

Wenn ich dich nun nicht gnng erhebe,

So hoffe doch das Lob, das dir gebührt, von ihr«

<§ie schreibet, wie dein Pinsel malet,

Ihr beyde ziert zugleich die grosse Weichselstadt;Dein Danzig, das zwo Töchter hat,

Mit welchen es fürwahr aus gutem Grunde pralet»Wird sie nun durch der Musen KünsteDereinst der späten Welt bekannt:

So hast du Theil an dem Gewinnste,

Denn so verewigt sie auch deine Meisterhand.

Ende des andern Buchs.

§