Der Oden drittes Buch.
Deutschland zwar vergißt der Alten,Deren Häupter Phöbus dochAuf dem hohen Pindus nochStets der Lorbern werth gehalten.
Oprtz, Flemming, Dach und Frank,
Schock) und Tscherning rührten Seyten,Deren starke Kraft zu ZeitenAuch der Griechen Kunst bezwäng.
Hat nicht Weidner schön gesungen?War nicht Rachel Phöbus Sohn?
Dessen kunstgeübter TonGanz Germanien durchdrungen.
Mancher, den der Hochmuth treibt.
Weil er Pimplens Schlamm gesoffen,
Hält sie längst für übertroffen,
Der doch stets ihr Schüler bleibt.
freund! wo bleibt noch das Vertrauen,Wenn der treugesinnte MundOft des Herzens innern GrundLieß entdeckt und offen schauen?
Was ich denke, red und thu.
Mein Vergnügen, meine Sorgen,
Hab ich dir wohl nie verborgen,
Denn was ich weis, das weist du.
Sey beglückter in den Trieben,
Die ich längst an dir gespürt.
Margaris, die dich gerührt,
Müsse dich beständig lieben.
Dein Vergnügen macht mich froh:
Deine Lust wird mich erfreuen;
Denn ich weis, auch mein GedeyenRührt dich, Werther, eben so.