2IA
Andre Ode.
8iebe, doch wie Weise pflegen,^icht nach blinder Jugend Art,Die nicht Zeit, nicht Kräfte spart,>Lhrer wilden Lüste wegen.
Doch, was soll die Vorschrift da?Deines klugen Geistes WissenHat dich längst der Zahl entrissen,^ls den deutschen Seneca.
Giebst du doch dergleichen Probe»,voller Einsicht und Verstand,
Die des Schreibers Meisterhand^iehr als hundert Schmeichler loben.^6as du schreibest, ist kein Scherz;
Du wirst selber zum Exempel,
Denn du baust der Weisheit Tempelselbst erst in dein eigen Herz.
Thoren zweifeln an den Lehren:
^ man sie erfüllen kan?
Aarlich nein! es geht nicht an,
Aer den Wahn der Welt will ehren.^3end kömmt im Traume nicht.
Aachen, Streben, Laufen, Kämpfen,Aollust, Geiz und Ehrsucht dämpfen^Misses ist, was Palmen bricht.
^ ^ahr und Tag muß man oft ringen,^ Man eine Lust erstickt:
^ Man das, was uns bestrickt,kan aus dem Sinne bringen.Helden siegen doch zuletzt;
^aule Streiter werden müde,z achen mit dem Laster Friede,elches sie in Knechtschaft setzt.
Freund!