2)4 Der Oden drittes Buch.
H H -i- -I- -i- * ^
VI. Ode.
Bey dem Grabe
Der Fr.geh. Näthinn Pflugs
gebohrne von Bunan.
den 6 Aug. i?zo.
Im Namen ihrer Tochter u. ihres Schwiegersohn*'
^er kan ein so theures Haupt,
Wer kan solche seltne Gaben,
Sonder Schiller; und Gram begraben,
Als der Tod uns hier geraubt?
Fließt ihr höchstgerechten Zähren!
Eurer schämt sich niemand nicht,
Euren Strom wird niemand wehren,
Der aus Antrieb seiner Pflicht,
Die es treu und redlich meynet.
Voll von zarter Regung weinet.
»
D du thränenwerthes Grab,
Und du mütterliche Leiche!
Wie entsetzlich sind die Streiche,
Die dein früher Fall uns gab!
Mitten in den schönsten Tagen,
Mitten unter Glück und Ruh,
Hört man dich von Krankheit klagen,
Drückt man dir die Augen zu,
Muß dein matter Leib erblassen,
Und der Geist den Körper lasten. ^