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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
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253
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Eilfte Ode. 2zz

88arlich! ein so edler GeistWird nicht überall gefunden,

Der, was Wiß und Tugend heißt.

Durch ein festes Band verbunden.Selbst bey Männern sieht man seltenSolcher Güter Zahl vereint;

Als in deinem Thun erscheint,

Wo sie warlich zwiefach gelten:

Weil man niemals mehr VerstandBey so zarter Jugend fand.

Aan doch weder Stolz noch GeizIn dein starkes Herze dringen,

Noch der Eitelkeiten ReizDeine grosse Seele zwingen!

Deiner Mutter Wiß und Tugend,

Einsicht und BelesenheitRührt dich zur Gelehrsamkeit,

^Ind vergöttert deine Jugend;Welche so schon, wie du bist,Englisch mehr, als menschlich ist.

Pallas selbst ist nie so fernIn der Künste Feld aedrunqen,

^16 es dir, der Weisheit KernMündlich einzusehn, gelungen,viel Frauenzimmerspiele

"Ngen schlecht, ja matt und lahm'kgen deinem Dichserkiele;

Welcher- nicht nur sie verlacht,

! auch Männer neidisch macht.

Künftig