Der Oden drittes Buch.
.Künftig darf sich dein GeschlechtSeiner Schwachheit nicht mehr schämen,Und der Dichtkunst MeisterrechtGleich den stärksten Dichtern nehmen»Adelgunde wird mit RuhmeUnsres Preußens Sappho seyn:
Ja dieß Lob ist dir zu klein,
Deutschland troßt dem Alterthume;
Denn du fängst viel stärker an,
Ms es Sappho enden kam
Wird die kluge Lambert nurNechst, durch dich, auch deutsch gelesen,Kömmt man leichtlich auf die Spur,
Welch ein Geist dabey gewesen.
Doch wer weis, obs jemand glaubet?
Der, wenn ihn die Schrift ergeht.
Dich, die du sie überseht,
Des verdienten Ruhms beraubet:
Weil er solcher Schreibart PreisNoch von keiner Schönen weis.
Dieses Geistes seltne Pracht,
Dieser edlen Seele Gaben,
Würden mich entzückt gemacht,
Würden mich bezaubert haben;
Hätt ich gleich am WeichselstrandeDeine Schönheit nie erblickt:
Denn dadurch ist mirs geglückt,
Daß ich meinem Vaterlande;
Welch ein herrlicher Gewinn!
Nun nicht mehr gehaßt bin. ^