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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
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269
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Funfzehnde Ode.

§ehrt mich beyder zarten Sinn,Musen! lehrt mich Gottscheds Liebe,Gottscheds, und der Biemanninn,

Als ein Muster reiner Triebe.

Denn ich weis, ihr könnt es wissen,Weil ihr selbst sein Rohr benetzt,Denn er sonst anö Pindus FlüssenOft ein deutsches Lied gesetzt.

Ja ihr wißt von seinen Tönen,

Auf den Jahrstag seiner Schönen.

^hre Tugend, ihr Verstand,Ihrer Jugend frische Blüthe,

War das anmuthreiche BandFür sein redliches Gemüthe.

Sein gelehrt und frommes WesenWar, was ihrer Brust gefiel:

Ja, dieß Paar war auserlesen,

Wie der keuschen Triebe Ziel;

So nach beyder Wunsch und Hoffen,Durch die Hochzeit eingetroffen.

^ey gegrüßt, beliebter Wald!Grüner Berg, an besten GrundeDieses Paar den Aufenthalt,

^ sein andres Eden fünde.

gegrüßt, o mein Juditten!

Wo ich einst das Licht erblickt,

Wo in frommen SchäferhüttenWich dxr Mutter Brust erqvickt;Wo ihr mühsames Erziehenju lauter Heil gediehen.