Zweyund zwanzigste Ode.
^och der Zwang gereimter Liederschlagt der Klagen Nachdruck nieder,schwächt die Sprache der Natur^nd ihr zartes Wesen nur.
^üßt ich selbst nur recht zu sagen,
^6as mein reges Herz empfand;
Als der Anblick deiner Klagenkleine Wehmuth überwand:
^Vürde man, was dir geschehn,Gleichsam hier im Spiegel sehn.
Aber nein, auch diese SchmerzenFühlt man leichter in dem Herzen,
Als ein schwacher Mund und Geist^ie durch Wort und Kiel erweist.^a> Wer Mosheims Feder führte,welche sich die deutsche Welt,
^6>e stchs allerdings gebührte,
^ngst zum Muster vorgestellt:
^er vollzöge das vielleicht,
^as mir halb unmöglich beucht.
. Toll ich nun vor Kummer schweigen?stll ich dir noch zeigen,des Trostes Wasser qvillt,
^as dergleichen Jammer stillt?
^ll ich den die Großmuth lehren,sie mehr geübt, als ich?
^er dessen Kräfte mehren,sonst keinem Unfall wich;sich stets gesetzt erwies,
^e>m ein Wetter auf ihn stieß?