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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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297
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Zwey und zwanzigste Ode. 297

Nun, so komm denn selbst und melde,

Was we Treffliche zum Felde^or viel Tausenden geschmückt,

Als sie vormals dich entzückt;

die Anmuth ihrer Jugend^och jn vollem Glänze sehn;

!chr uns selber ihre Tugend,

Als wodurch ihr Sieg geschehn;

^eh uns noch vielmehr hinzu,

Denn wer kennt sie so, wie du?

Sind nun deines Kummers WundenDadurch noch nicht ganz verschwunden ;

erneure deiner BrustDie Empfindung alter Lust.

Denk an die, aus deinem Orden,

Die, wiewohl sie zart geliebt,

Doch so glücklich nie geworden,

Daß sie erst der Tod betrübt:

^eil ihr Leben selbst so garbittrer, als dieß Sterben, war.

. 88ill dein Gram sich noch nicht stillen?

^l>ck um ihrer Liebe willen;

^lick, jn wachsender Geduld,vf die Pfänder keuscher Huld.viel Erben du erblickest,viel Bilder sinds von ihr;du sie ans Herze drückest,

E die Mutter selbst bey dir:ihr Wesen, Geist und Blutschon halbe Wirkung thut.

T 5

Denk