Zwey und zwanzigste Ode. 297
Nun, so komm denn selbst und melde,
Was we Treffliche zum Felde^or viel Tausenden geschmückt,
Als sie vormals dich entzückt;
die Anmuth ihrer Jugend^och jn vollem Glänze sehn;
!chr uns selber ihre Tugend,
Als wodurch ihr Sieg geschehn;
^eh uns noch vielmehr hinzu,
Denn wer kennt sie so, wie du?
Sind nun deines Kummers WundenDadurch noch nicht ganz verschwunden ;
erneure deiner BrustDie Empfindung alter Lust.
Denk an die, aus deinem Orden,
Die, wiewohl sie zart geliebt,
Doch so glücklich nie geworden,
Daß sie erst der Tod betrübt:
^eil ihr Leben selbst so garbittrer, als dieß Sterben, war.
. 88ill dein Gram sich noch nicht stillen?
^l>ck um ihrer Liebe willen;
^lick, jn wachsender Geduld,vf die Pfänder keuscher Huld.viel Erben du erblickest,viel Bilder sinds von ihr;du sie ans Herze drückest,
E die Mutter selbst bey dir:ihr Wesen, Geist und Blutschon halbe Wirkung thut.
T 5
Denk