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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
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314
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Der Oden drittes Buch.

Ach! wie selig sind die Fluren,

Wo dein Heller Saalstrom rauscht,'

Den mit seinen SegensspurenNiemand für den Rhein vertauscht.

Wer mist hier für alle Reben,

Deren Last sein Ufer drückt,

Weil sie Mars ißt selber pflückt,

Unsrer Felder Achren geben?

Deren Saft, so braun er fleußt,

Sichrer Dörfer Labsal heißt.

Ijeberfluß und Lust und LachenFüllen ÄZald und Feld und Stadt;Weil, wo Heinrichs Augen wachen,

Alles Ruh und Frieden hat.

Merseburg! du wirst es wissen;

Denk einmal vergnügt zurück!

Schien sich nicht dein volles GlückÄlccht mit Strömen zu ergießen,

Als dein theurer Herzog kam,

Stab und Jnful übernahm?

ISas für Wünsche, was für Seg^Schickten dir, gepriesner Fürst!

Stift und Herzogthum entgegen;

Denen du zum Vater wirst!

Wie viel Seufzer, wie viel ThränenSandte dir dein Spremberg nach!

Denn sein mattes Herze brach,

Wie sich zarte Kinder sehnen;

Wenn ein Vater, der sie liebt,

Durch den Abschied sie betrübt.