Z26 Andrer Gesang.
II. Gesang.
Als die gelehrte Brüderschaft
in Leipzig
Ihr erstes Jubelfest feyer^l
nachdem sie eben hundert Jahr gestanden.1724. den 25 Zunii
Umsonst erhebt man dich, beruffnes Alterthum-^Umsonst ist man bemüht, die graue Welt zuUmsonst verdoppelt man die Hoheit alter Weisen,Und denket kaum einmal an unsrer Zeiten Ruhm-Ist die Gelehrsamkeit nicht trefflich hoch gestiegen, .Nachdem die Barbarey ihr Raum und Platz genialUnd sieht nicht jedermann mit herzlichem Vergnüg^,Daß man die Wissenschaft noch eins so weit gebrachJa, ja, drum laßt uns itzt der frohen Geister D>ch^Auf dieser Zeiten Glück, auf unsre Wohlfahrt rich^"
D'e göttliche Musik, die Baukunst, Malerey, ^Die Kunst, aus Holz und Stein ein MenschenbildsDer Garten Zauberlust, und andres läßt ja schauen,Daß uns das Alterthum nicht gleich zu schätzen sey'
Ein stolzer Perrault denkt noch weiter fortzugehen,
Er rühmt die Poesie sammt der Beredsamkeit,
Und sucht der Franzen Lob in beyden zu erhöhen,Obgleich Athen und Rom von Meisterstücken schreyt',^;Hat Perrault obgesiegt: So darf kein Deutscher n>eSo muß das Alter auch vor uns die Segel streich^'
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