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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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330
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zzo Dritter Gesang.

-je 4- -I-

III. Gesang.

Auf die Magisterpromotion

Herrn Adrian Steges

1725. den 15 Febr.

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jie Welt stimmt mit sich selbst nicht ein, ,»Bald soll man voller Ernst, bald soll man scherztBald soll Democritus mit vollem Halse lachen,

Bald soll sich Heraclit ein Bad von Thränen machen»

Man thue, was man will, so macht manö keinem

rechl,

Was einer rühmt und lobt, das nennt der andreDer dritte sagt wohl gär, man sey nicht wohl bey b"Verkehrte Sterbliche! wie soll man euch gewinnen»86er von Natur Verstand besitzt,

Wem Klugheit und Vernunft aus allen Minen blA,Wer keine Sylbe spricht, die er nicht abgewogen »Und Wohlsein Lebenlang kein einzigmal gelogen,

Der bringt es ganz gewiß in dieser Welt nichtMan sagt: Der albre Tropf weis nichts von Ärt>gDer Kerl ist ein Pedant, er hecket lauter Grillen,Drum schickt zum Doctor hin und höhlt ihm gute ^

Seht, spricht man, seht den Cato an,

Ey Wunder! daß er noch drey Worte sprechen kan, ^Da sitzt er als ein Kloß, er weis ja nichts zu '

Es sey denn, daß er fragt: Wie viel die Uhr g^"'Kurz um, er taugt zu nichts, er ist ein Sauertopi,

Ein tummer Tacitus, ein ungeschickter Kopf,

Ein Simplex, ein Phantast, - - und wer kan alleWomit man insgemein die Stillen pflegt zu gva en» Aß

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