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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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342
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Z42 Sechster Gesang.

Ach daß sein Lebenslicht so bald verloschen ist!

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Er fallt, o früher Fall! vor zwey und zwanzig

Was pochest du, o Mensch! daß du kein Graukopf

Du kanst, als Jüngling auch, des Todes Macht erst"Ein Leib, der Milch und Blut im Angesichts zeigt,Ist oft im Leben schon ein Nest verhaßter Schlangt"'Und blühn die Rosen gleich mit Purpur auf denWer weis, wie bald die Pracht sich in dM Modet "Wer weis, wie bald ich selbst, und alle, die dieß lesi"?Ein Fraß der Würmer sind, und in der Gruft ver"^

AhrÄeltern,weint doch nicht! vermehrt nicht eure

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Gott hat euch, wie es scheint, was hartes zugeschickt'

Zwey Söhne sind entfernt, den dritten raubt der

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So gar der vierte wird nicht oft von euch erblicket-Allein ihr wißt ja wohl, der Gott, der alles thut,

Hat euren Ehstand auch aus lauter Huld gesegnet,Derselbe hat verhängt, was euch itzund begegnet:Doch alles, was er schickt, ist unvergleichlich gut. ^Wer dieß wahrhaftig glaubt, wird sein Gemüth stö^Und seines Schöpfers Hand geduldig walten lasst"'

Entseelter! nimm also die letzte Bruderpflicht/^;Die du mir schwach und matt, ja sterbend anbeft8Ach träfe sie mich nur in der Entfernung nicht! ,

Ach könnt ich deinen Geist zum Leben wiederholt"'Jedoch, verwirrter Mund, stell alle Seufzer ein,

Das Wünschen ist umsonst, wo Todtenfackeln

Die Leichen wissen nichts von ihrer Freunde Wei"t^:

Das Nützlichste kan hier ein Denk-und Grabmaa-Me-n Bruder hats verlangt, ich folge seinem Wille"/ .

Wohlan! so laße den Seein mit dieser Schri^ ^