548 Achter Gesang.
Äbenn endlich euer Stolz nach hohem StandsUnd sich am Ende doch sehr tief hinunter beugt,Indem ein sprödes Kind es endlich muß beklagen, ,Daß sich sein Schnäbelchen so trefflich hoch getragn'Dieweil an statt des Raths, den sie sich prophezeihsiEin Freyer ohne Rang ihr grobe Fäuste beut:
So kan Helindens Brust mit herzlichem VergnügtEuch allen zum Verdruß, in Doctorarmen liegen. ^
A schämt euch, träges Volk! doch kommt und let^Seht an, die Wissenschaft und Klugheit wohnt inHelindenS hoher Geist ist in der Musen Orden,
Den unser Deutschland ehrt, längst aufgenommen ^Sie hat den muntern Kopf mit Künsten angefülltSie weis es, wo der Brunn der Hippocrene qvilltSie geht mit Büchern um, und kan mit starken S^, /Den Männern selbst zu Trotz, bis auf den Pindus ^29ie manches kluge Blatt hat sie schon darge^Dem sie ein deutlich Bild der Gaben eingeprägt,
Die ihre Brust besitzt; wir können sie in Meisten,.^'Mit Wahrheit und Bestand die deutsche Sapph" ^Man starret, wenn man sieht, was ihre Feder stb^'Indem es jedermann ein rechtes Wunder bleibt,
Ob es wohl möglich sey, so viele Lieblichkeiten -Aus einer Schönen Witz und Dichtkunst herzuleit?"
- Ach prale ferner nicht mit deiner Schurwa""^Du stolzes Niederland! Werft euren HochmuthIhr frechen Gallier! Auch Deutschland zeigt uns ^
Die euren Trotz gar leicht durch ihren Kiel verhöAch hätt Helinde nur nicht aus BescheidenheitIhr Dichten so verhehlt, wir würden allbereitEin Buch von ihrer Art und ihrem hohen West"/Sowohl als von der Frau Deshoulieres lesen.
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