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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
Entstehung
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430
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4zo Erste Elegie.

Man habe mich schon längst ins dicke Buch geschri^Das Freygebohrne stracks zu Sclavenkindern mack'.So pflegte Freund und Feind mich stündlich zu betrüb 'So ward von jedermann an meinen Fall gedachtZwar Anfangs konnte mich kein Warnungsbothe sih^Man sagte dieß und das: Ich lachte nur dazu. .Kein Dräuwort konnte mir die mindste Furcht ern>eIch dachte jederzeit: Wer ist so frey, wie du?Zuletzt besiegten mich die wohlgemeynten Worte, ,Die mancher treue Mund mir in das Ohr geß^Ich traute mir nicht mehr an dem beliebten Orte,

Der meinen Geist bisher mit vieler Lust ergeht.

Der unverhoffte Schluß ward plötzlich abgefaffet, ^Der Schluß, der eine Flucht aus Königsberg besckDer Schluß, bey welchem mir das Angesicht erblaßAls das betrübte Wort von meinen Lippen floß' ,Ach! rief ich bey mir selbst, du grimmiges Gesch'^^l!

Was treibt mich deine Hand so schleunig in die oVerhältniß! ändre doch die zornerfüllten Blicke,Dadurch dein Eifer nur mein größtes UnglückWas drohet mir dein Arm mit den verwünschte» ^

Du weist ja, daß ich mich dem Musenchot 5^^/Was hab ich doch mit Mars, dem Kriegesgott,! ^rä»^Der mir dennoch so oft mit seiner KnechtschoßDoch bald erhohlten sich die zagenden Gedanken,

Und sagten: Ach vielleicht befördert dieß dein ^ ^i>,Vielleicht führt dich der Herr, in seiner Weisheit SckDurch den schon oftermals gespürten VaterbliAlso verkehrte sich die Furcht in ein Vertrauen,

Wiewohl ein neuer Schmerz bekränkte meinenIch sollte manchen Freund zum leßtenmale sch»"^

Dem ich verwandt, bekannt und lieb gewesen >' ^