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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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446
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446 Sechste Elegie

Dieß war die reine Glut der ersten Hochzeitkerzen,Bevor der Apfelbiß die Lippen noch bestecht;

Bevor das Sündengift die unschuldvollen HerzenDes neuerschaffnen Paars mit Lastern angesteckt.Wer untersteht sich nun den Ehestand zu tadeln, ^Der in der Unschuld selbst die ersten Qvellen fa^'Der selbst, das Paradies durch reine Lust zu Hdeln, ,Die Tugend und den Reiz der Zärtlichkeit verba"Es mag die rohe Welt in wilden Lüsten brennen, ^Und mit der schnöden Brüt der Wollust schwangtWer Edens Stiftung kennt, der wird sogleich beken"Daß solche Flammen nicht nach alter Art entsteh'Die Liebe rechter Art blüht nur im Ehestände,

Hier herrschet noch ein Rest von reiner Zärtlich^'Und nichts zeigt deutlicher von grobem Unverstände,

Als wen der Spötter Schwärm aufdiese Stiftung r" .Was Gott zusammen fügt, das soll der Mensch verch^!

NuiHvirkt der Himmel ja den ganzen Hcyraths^Drum darf kein Sterblicher das große Werk zerst^^Denn daraus wird vielmehr des Stifters Wcishe^Auch du, verlebtes Paar! begiebst dich in denDen dir des Höchsten Schluß, als nöthig, zng^Die schöne Wellerin ist Leysern eigen worden,

Und ihr'zu gut giebt er der Freyheit gute Nacht«Wer kennt in Dreßden nicht ihr priesierlichWer weis nicht,daß dieBraut ausAaronsStamKein Wunder, wenn man schon aus diesem GrundeDaß dieses neue Band unfehlbar wohl gelingt.

Der Aeltern Segensspruch baut frommen Kindern^?

Der theure Weller liebt sein wohlgerathneö K"^Wohlan, erfreue dich, du neuvermählter Leyser!

Weil deine Sehnsucht hier was Herrliches gen"" ^