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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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461
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Eilfte Elegie, 46t

nur einmal mit ungestörten Sinnen,

^Daß Männer unter sich ganz ungezwungen sind.

^schenkt einander nichts, und läßt sich nie gewinnen,

^ lange Momuö selbst noch einen Tadel findt.

' *vie mans andern macht, so machens andre wieder,tz ^as Echo schallt zurück, wie man zum Walde schreyt.

" aufgebrachter Kiel legt alle Sanstmuth nieder,h End weis aus Rachgier oft von keiner Höflichkeit.Landers geht es zu, wo schöne Kinder singen:tz^cr wollte da so scharf auf ihre Lieder seyn?

Zieste sich so gar den Unverstand bezwingen,zarten Laute gleich den Untergang zu brenn?

^ahr, das hiesse sich der Grobheit ganz ergeben,

^as wäre zweiselsfrey der gröbste Baurenstreich.

Abliebe wohl dabey die Art geschickt zu leben?

wär an Aberwitz dergleichen Spöttern gleich?^auf das Alterthum, und die darinn geschrieben;auch zu dieser Zeit die Dichterinnen an.

§ auf alle die, so Phöbus je getrieben,

H^ad ob irgend dich ihr Schicksal schrecken kan?hat die Sappho denn so grimmig angefochten?

^ ^ hat die Scudery und Schurmannin verhönt?

^ Zunder ! Phöbus selbst hat ihren Kranz geflochten,ihre Scheiteln auch mit eigner Hand gekrönt.

^ hab ich auch gehört, daß kurz vor unsern ZeitenPausten Müllerin den Lästerzahn empfand:

aras hatte doch das Unglück zu bedeuten'

^ Gcoßmuch es mit Lachen überwand.

^ awe blüht gleichwohl, man ehret ihre Schriften,^<iz Spötter Zahl deckt die Vergessenheit:säumst denn du so sehr, dir auch ein Lob zu stiften?^Uni verachtest du den Beyfall später Zeit?

Ermun-