Eilfte Elegie, 46t
nur einmal mit ungestörten Sinnen,
^Daß Männer unter sich ganz ungezwungen sind.
^schenkt einander nichts, und läßt sich nie gewinnen,
^ lange Momuö selbst noch einen Tadel findt.
' *vie mans andern macht, so machens andre wieder,tz ^as Echo schallt zurück, wie man zum Walde schreyt.
" aufgebrachter Kiel legt alle Sanstmuth nieder,h End weis aus Rachgier oft von keiner Höflichkeit.Landers geht es zu, wo schöne Kinder singen:tz^cr wollte da so scharf auf ihre Lieder seyn?
Zieste sich so gar den Unverstand bezwingen,zarten Laute gleich den Untergang zu brenn?
^ahr, das hiesse sich der Grobheit ganz ergeben,
^as wäre zweiselsfrey der gröbste Baurenstreich.
Abliebe wohl dabey die Art geschickt zu leben?
wär an Aberwitz dergleichen Spöttern gleich?^auf das Alterthum, und die darinn geschrieben;auch zu dieser Zeit die Dichterinnen an.
§ auf alle die, so Phöbus je getrieben,
H^ad ob irgend dich ihr Schicksal schrecken kan?hat die Sappho denn so grimmig angefochten?
^ ^ hat die Scudery und Schurmannin verhönt?
^ Zunder ! Phöbus selbst hat ihren Kranz geflochten,ihre Scheiteln auch mit eigner Hand gekrönt.
^ hab ich auch gehört, daß kurz vor unsern ZeitenPausten Müllerin den Lästerzahn empfand:
aras hatte doch das Unglück zu bedeuten'
^ Gcoßmuch es mit Lachen überwand.
^ awe blüht gleichwohl, man ehret ihre Schriften,^<iz Spötter Zahl deckt die Vergessenheit:säumst denn du so sehr, dir auch ein Lob zu stiften?^Uni verachtest du den Beyfall später Zeit?
Ermun-