462 Eilfte Elegie.
XI. Elegie.
An eine junge Poetinn
in Dreßden.
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^^oetinn, was ich jüngst von deiner Hand gelesen,
Hat mich von Anfang zwar mit vieler Lust ergeht rDoch schade! daß sie nicht auch dauerhaft gewesen,Weil mich der Schluß gelehrt, was du dir vorgese?'Du willst, so drohest du, den Musenberg verlassen,
Den doch dein Auge schon, so nahe vor sich sieht;
Und das gelehrte Chor der klugen Schwestern hassen,
Ob deine Neigung dich gleich sie zu lieben zieht.
Istö möglich? darf ich dir in diesem Stücke glauben?^-Und schreibt dein Kiel nicht mehr,als dein Gemüthe de" ,So sprich, waö kan dir wohl die Lust zum Dichten raubUnd was hat dich so schnell auf diesen SchlußHat Phöbus dich erzürnt? Hat eine von den SchöntDie seine Schwestern sind, dich hönisch angesehn?
O nein, das thun sie nicht; ja selbst von ihren SöhnenIst deiner Poesie bisher kein Leid geschehn.
Du sprichst hier: Dieses ists, was ich hinführoMan schont euch Dichter nicht, ».sticht euch oft denGeschieht nun auch an mir, was ich mir prophezeihe,
So wird auch dermaleins mein Vorwiß offenbar.Doch, schöne Dichterinn! die Furcht ist »«gegründet,
Die weiter nichts besorgt, als diese Tadelsucht: ^t,
Und wenn dein scharfer Sinn nichts mehr zu fürchten^.,.So nimmst du vom Parnaß noch viel zu früh die 6 ^