474 Erstes Schreiben.
So schrankte sich mein Trieb, nach meinen Kräfte»,^So ließ ich meinen Schwung den Flügeln ähnlich sey"'Weit klüger, als wenn sich Verwegne unterwinden,
Dir, Herr! an Weihrauchs statt Wacholdern anzujü"^Denn da ich selbst bisher, in der gekrönten SchaacDer Musen Königsberg ein junger Lehrling war:Vertrieb ich mir die Zeit mit kleinen Nebenwerken,
In Hoffnung, daß die Kunst sich mit den Jahren stär'Und höher steigen würd, als bis anher geschehn.
" Indessen, wenn man dich, o Fürstenhaupt! gesehn,
In unsers Königs Dienst, des Abends, wie amBey Tage, wie bey Nacht, der Preussen Heil besorge"'So, daß dich auch dein Feind darum nicht schelten ka»'Dann hub ich ostermals die heißen Seufzer an:
Ach! könnte doch die Kunst den hohen Grad erreichtUnd meine Poesie des Herzogs Thaten gleichen:
So sollte künftighin mein Dichten ganz alleinZu dieses Helden Lob von mir gewidmet seyn. ..Ich brannte gleich für Lust den schlechten Reim zu ^Ich fieng bald dieß, bald das, an andern an zu tadeleUnd besserte dabey der eignen Cither Klang,
Indem ich viel und oft geringe Lieder sang,
Das ungeübte Rohr, durch wiederhohltes Singe»/
In der belobten Kunst zur Fertigkeit zu bringen.
Zuletzt besann ich mich auf ein geschicktes Blatt,
Das deinen Ruhm, o Held! zu seinem Endzweck hWiewohl der Vorsatz fängt mich plötzlich an zu reu^^ß-Mein Räuchwerk taugt noch nicht, auf dein Altar zu <
Ja, Herr! ich hätte dieß wohl nimmermehr gEIch bliebe, wie zuvor, auf der gemeinen Bahn,
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Wo heische Sänger sich mit lahmen StimmenUnd doch voll Hoffnung sind, ein Lob davon zu
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