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Herrn Johann Christoph Gottscheds ... Gedichte / Johann Christoph Gottscheds / gesammlet und herausgeben von Johann Joachim Schwabe
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475
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Erstes Schreiben 475

was war zu thun? Dein Haar ist längst beschneyt'^ hohes Alter wächst, und reifet mit der Zeit,

Möchte mir vielleicht inskünfkige verwehren,

" ^Muthsvollen Blick auf deinen Glanz zu kehren.

^ ^zulange harrt, versäumt zuletzt die Pflicht:

^ wagte sich dein Knecht (mein Herzog, zürne nicht!f andre thun es ja, die nicht viel besser singen)

^>ed, so hart es klingt, vor dein Gehör zubringen.

Hz °ch/ allzuviel gewagt! es reut mich übermal,

^ dringt mein kühner Fuß in deinen Hochzeitsaal?

^nstres Auge starrt, wo tausend Fackeln brennen,

^ an vor Glanz und Licht und Schimmer nichts erkennen.

Steift mein heisrer Mund, der dich kaum nennen kan,h^vb, das rechte Werk der größten Dichter, an?

^ ^an mein matter Arm die stumpfe Feder schärfen,

^ Anmuth seltne Pracht, o Fürstinn! zu entwerfen,^ach itzund die Spur des Wesens blicken läßt,

^ dich vor langer Zeit, am ersten Hochzeitfest,

Göttinn hat gemacht. Wie könnt ich wohl des Helden,^ Rossen Fürstensohns erworbnen Ruhm vermelden;^f>^h^/ in dem der Geist des tapfern Vaters sitzt,^ Mein König selbst mit Gnadenstralen blitzt.

^^ris mein blöder Blick mit unverwandten Sinnen,

^ Harnengleiche ^icht erlauchter Prinzeßinnen^ ^ahem attzufthn? Nein, nein! das ist zu schwer,^^hwe wohl mein Geist dergleichen Kräfte her?

H ^"r! verzeihe mir, ich habe mich vergangen,

^ mich niemals mehr ein gleiches unterfangen.*Ezuschweres Lob ersetzt dieß Wunschgedicht:

^. ^Nne noch das Band der festen Ehe »licht,

^während Glück müß Hollsteins Haus vergnügen!mehr darf ich nicht zu diesen Zeilen fügen.

II. Schrei-