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Andres Schreiben.
Die Wallung des Geblüts verkohr sich allgemach,Mein Herz ward wieder kalt und seine Schläge sch^Ich fieng auch endlich an die Stümper auszulachen,Die durch der Gönner Ruhm sich selber Schande Ni§Ein solcher, rief ich aus, ist ganz gewiß ein Thor,
Er zieht ein fremdes Lob der eignen Ehre vor. .Nach allem schien es gar bey diesem Schluß zu bleibe2ch werde niemals mehr ein Lobgedichte schreiben.
Ich kam in kurzer Zeit, geehrter Freund! zu dir, LDa ward mein Schluß verkehrt. Du zogst ein BlattsDas dir ein werther Freund aus Hamburg übersch'""Darinnen er dein Lob in Reimen ausgedrücket.
Zch las es eilends durch. Indem es nun geschah,Daß ich ein deutlich Bild von deiner Tugend sah,
Von deiner Emsigkeit, dazu du dich gewöhnet,
Bis dich Apollons Hand mit seinen Lorbern krönet»Fieng mein erloschner Trieb von neuem wieder an!
Ich dämpfte seine Kraft, so gut man immer kan,
Doch alles war umsonst. Die Glut fuhr fort zuSie feuerte mich an, und zwang mich, dich zu loben»
Ich schrieb ein großes Blatt von deiner Tugend h>Indessen kam mir auch die Demuth in den Sinn,
Die alle Pralerey verderbter Seelen fliehet,
Sich mehr um Werk und That,als Ruhm und Ruff ^Durch die Betrachtungen erstickte sich die Glut!
Wie eine Feuersbrunst in starkem Regen thut.
Die Hand warf alsobald den stumpfen Griffel nieDie zitternde Vernunft ergriff den Zepter wieder-Was näht es, sprach der Mund, die Tugend dur ^Die selber nicht verlangt, man solle sie erhöhn?